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Schymkent

Zweite-Weltkrieg-Denkmal in Schymkent

Das gigantische Zweite-Weltkrieg-Denkmal in Schymkent erinnert Besucher an das riesige Opfer, das Kasachstan im 2. Weltkriegs gebracht hat.

Im Herzen der Stadt Schymkent befindet sich eine der bedeutendsten Gedenkstätten Südkasachstans: das Zweite-Weltkrieg-Denkmal im Abai-Park. Der weitläufige Memorialkomplex erinnert an die Opfer des Großen Vaterländischen Krieges, wie der Zweite Weltkrieg im postsowjetischen Raum bis heute genannt wird, und würdigt zugleich den großen Beitrag der Region zum Sieg über den Nationalsozialismus.

Zwischen schattigen Alleen, Grünanlagen und Spazierwegen des Abai-Parks verbindet dieser Ort historische Erinnerung mit einer ruhigen Parkatmosphäre.

Das Ewige Feuer und die Einheit von Front und Heimat

Der älteste Teil der Gedenkstätte ist das Ewige Feuer, das bereits 1979 errichtet wurde. Zwei hohe Stelen bilden den Mittelpunkt des Monuments. Eine Stele stützt die andere – ein Symbol für die „Einheit von Front und Heimatfront“. Damit wird an jene erinnert, die an der Front kämpften, ebenso wie an die Menschen, die in Fabriken, auf Feldern und in Werkstätten den Kriegseinsatz unterstützten.

Das ständig brennende Feuer steht bis heute für Erinnerung, Dankbarkeit und Respekt gegenüber den Gefallenen. Besonders an Feiertagen wie den Sieg über Hitlerdeutschland am 9. Mai versammeln sich hier zahlreiche Menschen, um Blumen niederzulegen und der Opfer zu gedenken.

Die Allee des Ruhms

An das zentrale Monument schließt sich die eindrucksvolle Allee des Ruhms an. Auf schwarzen Steinplatten, die sich über rund 200 Meter auf beiden Seiten des Weges erstrecken, sind mehr als 140.000 Namen eingraviert. Sie erinnern an alle Männer und Frauen aus Südkasachstan, die aus der Region zum Kriegsdienst eingezogen wurden.

Fast die Hälfte von ihnen kehrte nie zurück. Beim Spaziergang entlang dieser Tafeln wird dabei das gewaltige Ausmaß des Krieges greifbar – jede Inschrift steht für ein persönliches Schicksal, eine Familie und ein Leben, das vom Krieg geprägt wurde.

Der Kreis der Helden

Ein weiterer bedeutender Teil des Zweite-Weltkrieg-Denkmal ist der sogenannte Kreis der Helden, auf Kasachisch Zhuldyz. Hier werden jene Menschen geehrt, die sich durch besonderen Mut auszeichneten. Dazu zählen 51 Helden der Sowjetunion, 8 Träger des Ruhmesordens sowie unzählige Soldaten und Offiziere aus der Region, die im Krieg dienten.

Schymkent im Krieg

Das Denkmal erinnert nicht nur an die Frontsoldaten, sondern auch an die Rolle Schymkents während des Krieges. Die Stadt nahm tausende Flüchtlinge auf, beherbergte zahlreiche evakuierte Fabriken sowie 16 Waisenhäuser. Aus der Ukraine wurde sogar eine Flugschule nach Schymkent verlegt, in der neue Kampfpiloten ausgebildet wurden.

Auch der berühmte ukrainische Flieger Iwan Koschedub, dreifacher Held der Sowjetunion, arbeitete hier zeitweise als Ausbilder. Ein am westlichen Ende der Allee des Ruhms auf einem Podium aufgestelltes Kampfflugzeug des Typs Sukhoi-7B erinnert an diese Episode der Stadtgeschichte.

Zudem war Schymkent ein wichtiger Industriestandort. Besonders die örtliche Bleifabrik spielte eine bedeutende Rolle: Der Legende nach bestand jede siebte von zehn Kugeln der Roten Armee aus Blei aus Schymkent.

Neben dem Zweite-Weltkrieg-Denkmal befindet sich ein kleines Freilichtmuseum mit Militärtechnik, das auch den Soldaten gewidmet ist, die im Afghanistankrieg gefallen sind. Panzer, Fahrzeuge und andere Exponate ergänzen das Ensemble.

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