
Raketen-Allee in Astana
Die Raketenallee in der Hauptstadt von Astana lässt den Reisenden einen Hauch von Raumfahrt im berühmten Kosmodrom Baikonur spüren.
Wer während einer Reise nach Kasachstan keine Gelegenheit hat, das berühmte Kosmodrom Baikonur zu besuchen, kann dennoch ein Stück Raumfahrtgeschichte erleben – und zwar in Astana. Am Stadtrand der modernen Hauptstadt befindet sich direkt vor dem Hauptsitz der kasachischen Raumfahrtbehörde KGS (Kazakhstan Gharysh Sapary, auf Deutsch etwa „Kasachstans Reise ins Weltall“) die sogenannte Raketenallee.
Hier ragen mehrere maßstabsgetreue Nachbildungen berühmter Raumfahrzeuge in den Himmel und sorgen für einen ungewöhnlichen Anblick mitten in der Steppe. Für Technikfans, Familien und Fotografen ist dieser Ort ein spannendes Ziel abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten Astanas.
Drei Raketen und die legendäre Buran
Das Zentrum der Anlage bilden Nachbildungen von drei bekannten sowjetischen beziehungsweise postsowjetischen Trägerraketen: Sojus, Proton und Zenit.
Die Sojus-Rakete gilt als eines der erfolgreichsten und zuverlässigsten Raumfahrtsysteme der Geschichte. Seit den 1960er Jahren brachte sie unzählige Kosmonauten, Satelliten und Versorgungsgüter ins All und wird bis heute in modernisierten Versionen eingesetzt.
Die schwere Proton-Rakete wurde vor allem für große Satelliten und Raumstationselemente genutzt. Jahrzehntelang war sie ein Arbeitspferd des Raumfahrtprogramms von Baikonur.
Die Zenit-Rakete, die ebenfalls eng mit Baikonur verbunden ist, war für ihre moderne Technik bekannt und wurde auch für internationale Projekte eingesetzt.
Besonderer Blickfang der Allee ist jedoch die Nachbildung des Raumgleiters Buran. Dieses sowjetische Pendant zum amerikanischen Space Shuttle absolvierte 1988 einen unbemannten Testflug und landete vollautomatisch – eine technische Meisterleistung ihrer Zeit. Obwohl das Programm später eingestellt wurde, besitzt Buran bis heute Kultstatus unter Raumfahrtbegeisterten.
Kasachstans Weg ins All
Kasachstan spielt in der internationalen Raumfahrt eine bedeutende Rolle, denn mit Baikonur liegt der älteste und bekannteste Weltraumbahnhof der Erde seit dem Fall der Sowjetunion auf kasachischem Staatsgebiet. Von dort startete 1957 der erste Satellit Sputnik und 1961 mit Juri Gagarin der erste Mensch in den Weltraum.
Die nationale Raumfahrtbehörde KGS wurde gegründet, um Kasachstans eigene Raumfahrtprogramme weiterzuentwickeln. Dazu gehören Erdbeobachtungssatelliten, Telekommunikation, wissenschaftliche Projekte sowie die Ausbildung eigener Spezialisten. Das moderne Hauptquartier in Astana symbolisiert den Anspruch des Landes, in Zukunft ein wichtiger Akteur im Weltraumsektor zu werden.
Kleines Museum mit spacigen Exponaten
Wer nach dem Spaziergang entlang der Raketen noch mehr entdecken möchte, kann im Gebäude der Raumfahrtbehörde ein kleines Museum besuchen. Modelle, Schautafeln und technische Exponate geben Einblicke in die Geschichte der Raumfahrt in Kasachstan und zeigen die Entwicklung von den sowjetischen Anfängen bis zu modernen Satellitenprojekten.
Gerade für Besucher, die Baikonur nicht erreichen können, bietet sich hier eine interessante Alternative mit vielen Informationen und spannenden Fotomotiven.
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